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Liebe Gemeinde, jetzt, wo es darum geht, diese Zeilen zum Abschied zu verfassen, kommt mir ein Wort in den Sinn, das mir meine Großmutter vor vielen Jahren anvertraute. Es war ihr Konfirmationsspruch, an den sie sich gut erinnern konnte. Da heißt es mit einem Wort des Apostels Paulus: Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet. (Römer 12,12) Wenn ich auf die beinahe elf Jahre blicke, die ich mit meiner Familie in Annaberg-Buchholz verbracht habe, dann standen die hoffnungsvollen Augenblicke im Vordergrund. Drei unserer vier Kinder haben hier das Licht der Welt erblickt. Meine Frau und ich durften erleben, dass der Gemeindeteil, für den wir zuständig zeichneten, wuchs. Es war uns so vergönnt zu erkennen, dass auch in der heutigen Zeit noch Gemeindewachstum möglich ist. Eine hoffnungsvollere Erkenntnis gibt es für Pfarrer nicht. Seid fröhlich in Hoffnung! Natürlich gab es auch Stunden der Trübsal. Wir haben das nie an die große Glocke gehängt, sondern versucht, es geduldig zu tragen. Die junge Gemeinde sollte in ruhigem Fahrwasser fahren und ihre Kräfte nicht an den falschen Punkten verschleißen. Manche Geduldsprobe war da nötig. Am Ende aber hat sich das aus unserer Sicht als Weg des Segens erwiesen. Seid geduldig in Trübsal! Hoffnung und Trübsal, Fröhlichkeit und Geduld: All das war zusammengebunden im beharrlichen Gebet. Wir haben gebetet um Kraft zum Dienst, wir haben gebetet für Kranke und für jegliche seelsorgerliche Not. Wir haben gebetet für den Aufbau der Gemeinde. Und wir haben manches Mal erlebt, dass unsere Gebete erhört wurden. Ein Tag ohne Gebet wäre uns wie ein verlorener Tag vorgekommen. Seid beharrlich im Gebet! Eine wichtige Phase unseres Lebens geht nun zu Ende. Aber es bleibt die Lehre und die daraus gewonnene Erfahrung, die uns lebenslang mit Annaberg-Buchholz und dem Haus der Hoffnung verbinden wird. Wir sind dankbar für alles Erlebte und unsere Gebete richten sich darauf, dass das Werk, das wir begonnen haben, nun auch fortgesetzt wird. Mögen wir alle noch viele fröhliche und hoffnungsvolle Momente in unserem Leben vor uns haben. Mögen die Stunden der Trübsal gering bleiben. Mögen wir verbunden bleiben im beharrlichen Gebet. Das wünschen Carsten und Maria Rentzing
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